SGZ vor Ort

 

Ins MUSEUM 4012 geht es in Weiden. Die 4. Klasse der Gerhardinger-Grundschule arbeitete seit Mai an einem besonderen Projekt: Im Rahmen der Zusammenarbeit der Kulturwerkstatt Kalmreuth mit dem Internationalen Keramik-Museum Weiden wurde städtisches Alltagsleben aus dem Blickwinkel von Forschern aus dem Jahr 4012 gesehen, beobachtet, untersucht und dokumentiert.
Die Ergebnisse der jungen Forscher sind jetzt im Internationalen Keramik-Museum ausgestellt!  

Museen sind Brücken zwischen Vergangenheit und Zukunft und schaffen Verbindungen zwischen den Zeiten. Was wäre, wenn wir unsere Stadt als Zeitreisende aus der Zukunft kennenlernen würden? Was bleibt von unserem vertrauten Alltag in 2000 Jahren übrig? Welche Dinge werden wir einmal in unseren Museen wiederfinden? Schafft es der Bubble-Tea auf die Liste wichtiger Kulturerzeugnisse oder geht er im Mahlstrom der Jahrtausende unter? Ein weggeworfener Plastikstrohhalm wird zum Wunderwerk in einer Zeit, die über den Sinn und Zweck längst vergangener Gebrauchsgegenstände rätselt. Solche und andere Fragen stellten sich die Forscherteams der Gerhardinger Grundschule in ihrem Beitrag zur Projektreihe Stadt.Geschichte.Zukunft. des StadtKultur Netzwerkes Bayerischer Städte.

In Zusammenarbeit mit dem Internationalen Keramik-Museum und der Kulturwerkstatt Kalmreuth waren die jungen StadtforscherInnen zwischen Museum und Marktplatz unterwegs, um den kleinen Dingen des Alltags nachzuspüren. Dabei ging es um die Sensibilisierung für die unmittelbare Umgebung, begangene Wege wurden zu erinnerten Strecken, die sich in gezeichnete und in Porzellan gegossene Pläne verwandelten.
So wie im Museum ein Ausgrabungsprojekt den Alltag einer 5000 Jahre alten syrischen Stadt dokumentiert, präsentieren Schüler der Gerhardinger Schule im Internationalen Keramik-Museum mit selbst gemachten Objektkästen, keramischen Stadtplänen und Spurensicherungen Weidener Gegenwart für ein Museum der Zukunft.
Am Mittwoch, den 25. Juli präsentierten die Schüler die Arbeitsergebnisse des Kooperationsprojektes mit einer Ausstellung im Internationalen Keramik-Museum Weiden.

 

Mit einfachen Schuhkarton-Schaukästen verpackten sie den Weidener Stadtalltag,wie er am Beispiel von Verpackungsgegenständen sichtbar wird. Die Tüte der Stadtbäckerei, die Salbtube aus der Apotheke an der Allee, ein Etui eines örtlichen Goldschmiedeateliers: Spuren städtischen Lebens, wie es einmal in einem Museum der Zukunft präsentiert werden könnte. 

 

Die Notizhefte zeigten Skizzen aus den Erkundungsgängen durch den Stadtraum.

  

  

 

Collagen aus Fotografie und Frottagen waren zusammen mit den selbstgegossenen Plänen aus Porzellan handwerklich-kreative Ergebnisse der Spurensuche zwischen Museum und Marktplatz

Für die zweiten, dritten und vierten Klassen ihrer Schule erläuterten die Forscher aus der Zukunft mit selbstgestalteten Kurzführungen ihre Ausstellungsstücke. Bei der offiziellen Eröffnung konnten auch echte Stadtpolitiker aus dem Jahr 2012 begrüßt werden.



Bewirtet wurde mit blauem Zukunftssaft und Essen in Form von Pillen, denn andere Nahrungsformen gibt es im Jahr 4012 nicht mehr. Bei einem Souvenirstand konnten sich die Schüler mit Mitbringseln
in Form von Postkarten und modernen Versteinerungen eindecken. Dabei galt wie vor 6000 Jahren das Tauschgeschäft als Währungseinheit, denn auch Geld gibt es nicht mehr im Jahr, aus dem die Forscher kamen.
  

Oberpfalz-TV berichtete über die Ausstellungseröffnung - sehen Sie hier den Beitrag: Museum 4012

 

Kategorien Journal

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